Jugendreporter 3.0

Im vergangenen Sommer sind sie von vier Studierenden der HTW Chur und der Hochschule der Künste Bern ausgebildet worden; heute treffen sich die Jugendreporterinnen und Jugendreporter in der Stockhorn-Arena Thun zu einem Auffrischungskurs. Medienethik, Journalismus und Filmen stehen auf dem Programm, unterrichtet von den beiden Projektleitern Sarah Foken und Lukas Boos, von Marco Zysset und Janine Zürcher (Thuner Tagblatt) und von Alexander Mazzone und Jan Leibacher (HTW Chur). Und schon ab nächster Woche werden die Jugendlichen für den neu gegründeten Verein «Jurep 2.0» im Einsatz stehen: als junge, aber bereits mit allen Wassern gewaschene Reporterinnen und Reporter.

Nachdenken über die sozialien Medien: Sarah Foken (oben) und die Jugendreporterinnen und -reporter in der Stockhoch-Arena Thun.

Leonardo an der ETH

Teilnehmerinnen der Wissenschaftsolympiade, die mittlerweile an der ETH Zürich studieren, an derselben ETH das Filmen mit dem Smartphone beizubringen, ist ein ganz besonderes Vergnügen. Vor allem deswegen, weil das Thema Wissenschaft im Film durchs Okular derart begabter Filmerinnen eine ganz besondere Bedeutung erhält.

Luftsprünge in der Halle des ETH-Hauptgebäudes, Bürostuhlfahrten auf der Polyterrasse – vom Ideenreichtum der Kamerafrauen hätte sich jeder gestandene Regisseur eine Scheibe abschneiden können. Die entstandenen Videoporträts versprechen spannend zu werden: À suivre.

Posieren im Haus der Wissenschaften: Dreh in der altehrwürdigen Halle des ETH-Hauptgebäudes.
Integrale an der Wandtafel: Die ETH als höchst passende Filmkulisse.

Jugendreporter 2.0

Tutor Alexander Mazzone (rechts) und die angehenden Jugendreporterinnen und -reporter im Container-Klassenzimmer auf dem Aarefeldplatz in Thun.

Im Rahmen des Ferienpass-Projekts «Jurep 2.0» in Thun haben wir zusammen mit Studierenden der Berner Fachhochschule und der HTW Chur vier Wochen lang Teams von Schülerinnen und Schülern in Filmen und Videobearbeitung mit dem Smartphone ausgebildet. Die Jugendreporterinnen und -reporter begleiteten filmisch die wissenschaftsnahen Ferienpass-Angebote, interviewten Forscherinnen, Mitarbeiter und Mitschüler, gestalteten Kurzvideos und veröffentlichten diese anschliessend auf verschiedenen Social-Media-Kanälen. Grassroots-Wissenschaftsjournalismus: Leonardo hätte seine helle Freude.

Als die Bilder laufen lernten

Ameisenbau durch die Smartphone-Linse: Eine der Teilnehmerinnen beim Filmen im Naturhistorischen Museum Bern.

Das Forschungsprojekt «Leonardo multimedial» der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur und der Berner Fachhochschule läuft an: Der erste, in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden durchgeführte Workshop war ein voller Erfolg. Die beteiligten Jugendlichen haben kurze Wissenschaftsreportagen gefilmt, geschnitten und publiziert – alles mit dem Smartphone.

Von künstlerischen Impressionen aus dem Berner Einstein-Museum zur Übernahme der Weltherrschaft durch die Ameisen, gefilmt im Naturhistorischen Museum Bern: Die Ergebnisse waren olympisch. Von den jungen Filmerinnen und Filmern wird noch einiges zu sehen sein.


«Planet der Ameisen»: Video-Erstling, entstanden anlässlich des Workshops in Zusammenarbeit mit dem Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden.

Leonardo war ein schlechter Schüler

Leonardo war ein schlechter Schüler. Statt auf die Rechenaufgaben sah er lieber aus dem Fenster. Dort stellte ihm die Natur viele Rätsel: Weshalb können Vögel fliegen? Wie wachsen Pflanzen? Wie können wir mit der Energie der Sonne Wärme gewinnen? Wie sieht es im Körper von Tieren und Menschen aus?

Mona Lisa, Musée du Louvre, Paris.
Nach der Schule ging Leonardo zu einem Maler und Bildhauer in die Lehre. Seine Beobachtungen von ungewöhnlichen Pflanzen, Menschen, Tieren oder Hügeln konnte er nun zeichnen – bald sogar besser als sein Malermeister. Mit den neuen Freiheiten nach der Lehre lebte er sein Genie aus: Er erfand einen Taucheranzug, einen Panzer, Solarzellen zum Erwärmen von Wasser und Hunderte von anderen Dingen. Fürsten schätzten ihn als Organisator von rauschenden Festen. Nebenbei malte er unter anderem die «Mona Lisa».

Das Besondere? Leonarda da Vinci lebte, entdeckte, zeichnete und konstruierte Erfindungen vor genau 500 Jahren, er lebte von 1452 bis 1519. Was würde ein Genie wie Leonardo heute tun? Seine Schulnoten wären mittelmässig. Statt zu malen würde er vermutlich multimedial gestalten: Selfies schiessen, Photoshop-Effekte ausprobieren und Bilder auf Instagram posten. Auf jeden Fall aber wäre er neugierig und würde schon bald ein paar Erfindungen auf dem Patentamt anmelden.

Willst Du in seine Fussstapfen treten? Filme und fotografiere die Rätsel unserer Welt und teile deine Lösung mit deinen Freunden auf Instagram, Facebook oder wo auch immer. Mach mit: Werde Teil von Leonardos Welt! Werde Leonarda oder Leonardo multimedial!