Die Hintergründe

In den vergangenen Jahren wurde die Wissenschaftskommunikation in der Schweiz über zwei Ansätze gestärkt:

  1. Zielgruppengerechte Aufbereitung von wissenschaftlichem Wissen im professionellen Journalismus (z.B. Wissensseite in «20 Minuten» oder «Einstein» auf SRF 1)
  2. Institutionalisierung konventioneller und unkonventioneller Wissenschaftskommunikation durch Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitutionen (u.a. den Schweizerischen Nationalfonds SNF) in eigenen Magazinen oder durch Happenings wie «poetry slams» und weitere Formen im Rahmen des SNF-Programms «Agora».

Obwohl durch diese Ansätze Jugendliche als Zielgruppe von Wissenschaftskommunikation besser erreicht werden konnten, existiert weiteres Verbesserungspotenzial. So empfiehlt die Begleitforschung zum Projekt «Doppelseite Wissen in 20 Minuten» die «Beteiligung von Jugendlichen an der Themenwahl und Themengestaltung». Eine zunehmende Herausforderung stellt der veränderte Medienkonsum in Richtung einer fragmentierten Nutzung auf sozialen Netzwerken dar: Wissenschaftskommunikation riskiert, ausserhalb der Filterblase der Jugendlichen hängen zu bleiben.

Der peer-basierte Ansatz von «Leonardo multimedial» greift diese Herausforderungen auf und ergänzt die beiden bestehenden Ansätze. Die Erfahrungen aus dem Projekt bieten zudem Potenzial für Rückschlüsse zu Themenwahl und bevorzugten Formaten, die wiederum der Wissenschaftskommunikation durch den professionellen Journalismus und Wissenschaftsinstitutionen zugutekommen können.

Finanzierung und Laufzeit

Projektpartner

Projektteam

  • Prof. Dr. Matthias Künzler, Projektleiter und Forschungsleiter IMP
  • Prof. Thomas Weibel, Dozent IMP und Multimediajournalist
  • Marcel Näf, Audio Engineer SAE, Multimediaproduzent und wissenschaftlicher Mitarbeiter IMP
  • lic. phil. Pia Hess, wissenschaftliche Mitarbeiterin BFH – Berner Fachhochschule
  • lic. phil. Markus Gander, Geschäftsführer Verein infoklick.ch